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Wo Eulen, Greifvögel und andere Wildtiere in Siedlungsnähe vorkommen, werden sie oft auffällig. Eine der Tätigkeiten der Greifvogelstation beinhaltet die Beratung von Personen im Umgang mit Problemen mit diesen Arten. Die Anfragen können meist telefonisch beantwortet, oft aber auch nur an Ort und Stelle geklärt werden.
Beratungstätigkeit
Derzeit erreichen die StationsmitarbeiterInnen jährlich 600 bis 700 Anfragen Tendenz steigend.
Routine
Routineanfragen haben meist den Umgang mit Bruten und Jungvögeln zum Inhalt. Die Station bemüht sich, Missinterpretationen ganz natürlicher Situationen und damit auch unnötige Interventionen zu verhindern. Viele Leute, die z. B. Waldohreulenbruten im eigenen Garten miterleben, meinen, die Jungen im Ästlingsalter seien hilflos und unversorgt. Da diese Bedenken nahezu immer unbegründet sind, lassen sie sich meist mit einer kurzen Erklärung der Brutbiologie und dem Aufzeigen der Möglichkeit, das Fütterungsgeschehen ohne Störung zu überwachen, zerstreuen. In seltenen Fällen, in denen tatsächlich Handlungsbedarf gegeben scheint, werden die Umstände durch einen Stationsmitarbeiter überprüft und die Vorgangsweise der jeweiligen Situation angepasst.
So konnten z.B. in Parndorf, Burgenland, die fast flüggen Jungen eines Schleiereulenpaares durch Zufütterung überleben, nachdem eines der Elterntiere verunglückt war.
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Viele Anfragen beziehen sich auf die Möglichkeit, Greifvogel- und Eulenarten aber auch andere Wildtiere durch Gartengestaltung und Nistplatzangebot zu unterstützen. In solchen Fällen werden geeignete Unterlagen zugesendet.
Sonderfälle
Die Anfragen sind breit gestreut. Oft fühlen sich Personen durch die Nähe von Greifvögeln, Eulen oder anderer Wildtiere und deren Auswirkungen auf Haustiere und Gegenstände beeinträchtigt.
Der Anruf eines Wiener Gartenbesitzers, der plötzlich seinen Schäferhund durch Turmfalken attackiert sah, erreichte genauso die Station, wie die Bitte eines Grabsteinherstellers im Burgenland, ihm beim Schutz vor Verunreinigung der gelagerten Grabsteine durch Schleiereulenkot behilflich zu sein.
Oft ist es möglich, die auftretenden Probleme im Gespräch zu relativieren, immer wieder ist aber auch Handlungsbedarf gegeben. Wichtig ist in jedem Fall, dass sich die Betroffenen mit ihren Problemen nicht alleine gelassen fühlen, da dies sehr leicht zu einer negativen Einstellung gegenüber einzelner Greifvogel- und Eulenarten führen kann.
Anfragen zu anderen Tierarten
Auch hier sind in erster Linie Wildtiere betroffen, die in unmittelbarer Umgebung menschlicher Siedlungen und Städte leben. Marder auf Dachböden, Dachse, die Gärten verwüsten, Füchse, die in Gärten Angst und Schrecken verbreiten, Spechte, die Fassaden zerhacken, Brutplätze von Mauerseglern und Turmfalken, die durch Renovierungsarbeiten gefährdet sind; Unzählige Anfragen erreichen die Station. Können Fragen seitens der StationsmitarbeiterInnen nicht beantwortet werden, oder aufgefundene Tiere nicht für längere Zeit adäquat untergebracht werden (z. B. Fledermäuse), wird an eine geeignete Stelle weiter verwiesen Kummernummern
Fortbildungsangebote
Neben der allgemeinen Informationstätigkeit anhand von Publikationen, persönlichen Führungen, Exkursionen oder per Telefon, wird im Rahmen von Vortragstätigkeiten allgemein auf Ökologie und speziell auf die Bedeutung und Funktion von Greifvögeln und Eulen eingegangen.
Seit 1998 wird ihm Rahmen von Tierschutzveranstaltungen auf die Tätigkeiten der Station hingewiesen. Frei zur Entnahme aufliegende Informationsfolder sowie Gespräche direkt am Informationsstand oder daraus resultierende Telefonate helfen mit, die Bevölkerung auf die Biologie heimischer Wildtiere aufmerksam zu machen. Zusätzlich wird auch versucht, mit Kinderprogrammen bei solchen Veranstaltungen die Jugend für Wildtiere zu sensibilisieren.
Forschung und Lehre
Im Rahmen der Vorlesung Spezielle Zoologie für die Tierärztliche Praxis werden pro Jahr ca. 80 bis 100 StudentInnen der Veterinärmedizinischen Universität bei Exkursionen durch die Station geführt. Dabei werden sie mit den Problemen der Wildvogeltherapie, -haltung, -fütterung, sowie -freilassung vertraut gemacht.
Außerdem werden pro Studienjahr ca. 40 Praktikanten der Veterinärmedizinischen Universität entweder direkt in der Station oder im Rahmen der Bartgeierfreilassungen in den Hohen Tauern eingesetzt. Auch können Studenten bei Artenschutzprojekten im Ausland, sei es in Mallorca oder in den Cevennen im Rahmen des Mönchsgeierprojektes, sei es bei der Bewachung von Gelegen der Unechten Karettschildkröte auf Kreta Erfahrungen sammeln.
Führungen durch die Greifvogelstation
Interessierten Personen/-Gruppen werden nach vorheriger telefonischer Vereinbarung von Mai bis Oktober wochentags Führungen angeboten.
>>>Von November bis April werden keine Führungen durchgeführt, da die zu diesem Zeitpunkt in der Station brütenden oder Junge aufziehenden Bartgeier Ruhe benötigen.<<<
Auskünfte vor Ort
Die StationsmitarbeiterInnen sind (fast) rund um die Uhr für die Projekte im Einsatz und müssen sich vor allem in den Sommermonaten um gefundene und/oder verletzte Vögel kümmern. Wir bitten daher um Verständnis, wenn Ihnen nicht sofort jemand zur Verfügung steht.
Damit Sie nicht vor verschlossenen Türen stehen oder abgewiesen werden müssen, ersuchen wir Sie, unter der Telefonnummer der Station einen Termin zu vereinbaren.
Sollten Sie nur den Anrufbeantworter erreichen, hinterlassen Sie bitte unbedingt Ihren Namen und eine Telefonnummer. Sie werden verlässlich zurückgerufen. In Notfällen rufen Sie 0664/76 97 020.
Medien
Berichte in Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen über Beschlagnahmungen oder Freilassungen gehören einfach dazu.
In der Station selbst und an den Bartgeierfreilassungsplätzen wurden zahlreiche Dokumentationsberichte fertig gestellt.
Publizierte Informationsfolder
Greifvögel und Eulen, Allgemeines
Die Schleiereule
Der Uhu
Der Waldkauz
Die Waldohreule
Der Steinkauz
Die Zwergohreule
Der Turmfalke
Der Sperber
Der Mäusebussard
Der Seeadler
Der Bartgeier
Der Mauersegler
Jungvögel
Turmfalke -Taube - Mauersegler
Aufzucht und Freilassung von Jungvögeln
Winterfütterung unserer Singvögel
Die EGS Eulen- und Greifvogelstation Haringsee
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